Helmut Mitschke
Steindruckwerkstatt

  Zu meinen Arbeiten

Ich versuche nie, den Steindruck als Mittel der Vervielfältigung zu verwenden. Verfolgt man meine Vorgehensweise anhand meiner Bilder, so kann man feststellen, dass die Bildidee ihren Ursprung oft in etwas Gefundenem hat. Gegenstände, Strukturen, Bewegungen, Bilder, denen ein besonderer Ausdruck oder optischer Reiz innewohnt, bilden den ersten Kern. Hieraus erklärt sich auch der Wechsel zwischen gegenständlichen und  gegenstandsfreien Arbeiten. Auf die Phase des Sammelns und Ordnens folgt das Übertragen auf den Stein. Wichtiger als die spontane große Geste ist mir hierbei  das Gleichmaß konzentrierten Arbeitens. Im Ergebnis sollten meine Bilder in sich schlüssig sein, weder illustrativ oder darstellend, noch der Ergänzung bedürfend, sei es durch Erläuterung, Anekdote oder Titel.

Bei allen meinen Arbeiten ist die Bild(er)findung eng mit der handwerklich-technischen Vorgehensweise verbunden. Zum einen reizt mich das Überwinden der technischen Widerstände und das Zurückgreifen auf die in Jahren gespeicherten Erfahrungen. Zum anderen ist meine Neugier auf die Ergebnisse der Anwendungen und schließlich den gültigen Druck ein ganz wichtiger Antrieb meines Arbeitens.

 

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